Verkaufsratgeber
Was kostet der Verkauf mit Sommer Immobilien?

Lukas Sommer · 08. September 2026 · 7 Min. Lesezeit

Bei den Kosten eines Immobilienverkaufs herrscht oft Verwirrung – vor allem, weil sich die gesetzlichen Regeln zur Maklerprovision 2020 geändert haben, und weil einige Kostenfallen erst im Prozess sichtbar werden. Hier die wichtigsten Punkte offen erklärt.
Unsere Provision: 2,38 % inkl. MwSt. – nur im Erfolgsfall
Bei Sommer Immobilien liegt unsere Provision bei 2,38 % inkl. MwSt. Du zahlst ausschließlich im Erfolgsfall – keine Vorabkosten, keine versteckten Gebühren im Kleingedruckten.
Was bleibt dir vom Verkaufspreis?
Vereinfachte Beispielrechnung, keine Steuer- oder Finanzberatung.
- Verkaufspreis
- 500.000 €
- Maklerprovision (2,38 % inkl. MwSt.)
- − 11.900 €
- Grundschuld-Löschung (Beispielwert)
- − 250 €
- Fotos, Exposé, Vermessung, Energieausweis
- 0 € (All-inclusive)
Dein geschätzter Netto-Erlös
487.850 €
97,6 % vom Verkaufspreis
Ohne individuelle Posten wie Restschuld, Spekulationssteuer oder Vorfälligkeitsentschädigung – diese besprechen wir persönlich mit dir.
Wie die Provision aufgeteilt wird
Seit Dezember 2020 gilt bei Eigentumswohnungen und Einfamilienhäusern gesetzlich der sogenannte Halbteilungsgrundsatz (§ 656c BGB): Beauftragt der Verkäufer den Makler, darf der Käufer maximal die Hälfte der Provision zahlen – der Verkäufer trägt mindestens die andere Hälfte. Bei Mehrfamilienhäusern gilt diese gesetzliche Halbteilung nicht, hier ist die Aufteilung frei verhandelbar.
Was du als Verkäufer NICHT zahlst
Grunderwerbsteuer sowie Notar- und Grundbuchkosten für die Eigentumsumschreibung trägt in Bayern in der Praxis der Käufer – diese Posten betreffen dich als Verkäufer nicht.
Die häufigste Frage, die uns Verkäufer stellen, ist: Muss ich die Notarkosten zahlen? Nein. Das übernimmt der Käufer. Als Verkäufer zahlst du in der Regel nur die Löschung deiner alten Grundschuld – das überrascht viele positiv.
— Lukas Sommer, Geschäftsführer
Versteckte Kostenfallen, über die selten offen gesprochen wird
Neben Provision und den offensichtlichen Posten gibt es einige Punkte, die deinen Netto-Erlös spürbar schmälern können, wenn man sie nicht rechtzeitig prüft:
- Vorfälligkeitsentschädigung – fällig, wenn ein laufendes Darlehen vor Ende der Zinsbindung abgelöst wird. Kann schnell einen vier- bis fünfstelligen Betrag ausmachen. Wir sprechen frühzeitig mit deiner Bank und prüfen Alternativen wie eine mögliche Übernahme durch den Käufer.
- Spekulationssteuer – kann anfallen, wenn du innerhalb von 10 Jahren nach dem Kauf verkaufst und die Immobilie nicht durchgehend selbst genutzt hast (Ausnahme: Eigennutzung im Verkaufsjahr und den zwei Vorjahren).
- WEG-Sonderumlagen (bei Eigentumswohnungen) – Beschlüsse für Sanierungen (Dach, Heizung, Fassade), die nach dem Verkauf fällig werden können. Wichtig: Was die Eigentümergemeinschaft vor der Vertragsunterschrift beschließt, trägt in der Regel der Verkäufer – danach der Käufer, sofern im Kaufvertrag nichts anderes geregelt ist.
- Wohnflächenabweichungen – ältere, ungeprüfte Wohnflächenberechnungen können bei genauem Nachmessen abweichen. Das kann Preisnachlässe oder sogar geplatzte Finanzierungen zur Folge haben.
- Nießbrauch oder Wohnrecht – eingetragene Nutzungsrechte können den Marktwert deutlich mindern und den Käuferkreis einschränken.
Wir prüfen diese Punkte systematisch, bevor deine Immobilie überhaupt inseriert wird – damit dich später nichts überrascht.
Lohnt sich überhaupt ein Makler?
Das sagen wir dir ehrlich: Nicht immer.
Ein Makler ist eher verzichtbar, wenn:
- du bereits einen passenden Käufer hast (z. B. aus Familie oder Bekanntenkreis)
- du bereits Erfahrung mit Immobilienverkäufen hast und Preisfindung, Käuferprüfung und Notarprozess selbst einschätzen kannst
Ein Makler wird dagegen wertvoll, wenn:
- du den realistischen Marktpreis nicht sicher einschätzen kannst
- Unterlagen fehlen oder geprüft werden müssen
- die Immobilie vermietet ist oder mehrere Erben beteiligt sind
- du Zeit sparen und Verhandlungen professionell führen lassen willst
Mythos oder Wahrheit? Die häufigsten Irrtümer beim Thema Verkaufskosten
Mythos: "Ohne Makler spare ich mir einfach die Provision." Was dabei oft übersehen wird: Energieausweis, Vermessung, professionelle Fotos und die Erstellung eines überzeugenden Exposés kosten auch beim Privatverkauf Geld – nur eben verteilt auf viele Einzelposten, die man leicht unterschätzt. Bei uns sind genau diese Leistungen bereits Teil der Provision.
Mythos: "Ein Makler verdient auch dann, wenn der Verkauf für mich schlecht läuft." Bei uns ist es umgekehrt: Wir verdienen ausschließlich, wenn du erfolgreich zu einem guten Preis verkaufst. Unser Interesse an einem hohen, marktgerechten Preis ist also mit deinem identisch – anders als beim Privatverkauf, wo dir bei einer Fehleinschätzung niemand gegensteuert.
Mythos: "Der eingesparte Betrag ist reiner Gewinn." Was in der Rechnung meist fehlt: die eigene Zeit. Anfragen beantworten, Interessenten auf Ernsthaftigkeit prüfen, Besichtigungen koordinieren, Verhandlungen führen – das sind schnell mehrere Dutzend Stunden, die neben dem eigenen Job kaum realistisch nebenbei zu stemmen sind.
Die ehrlichere Frage ist also nicht: "Spare ich mir die Provision?", sondern: "Ist mir das meine Zeit, das Risiko einer Fehleinschätzung und einen möglicherweise niedrigeren erzielten Preis wert?"
Willst du wissen, welche Kosten in deinem Fall konkret anfallen?
Wir beraten dich gerne persönlich und unverbindlich.
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